Use-Case

Von WordPress umziehen, ohne die Domain als Erstes umzulegen

Ein Export der Beiträge ist der kleinste Teil. Plugins, Nutzer, Formulare und Cronjobs sind Anwendungslogik. Die Migration legt zuerst das Projekt und eine Staging-Umgebung an. DNS kommt zuletzt.

  • Inhalte als Markdown oder HTML übernehmen, Permalinks als Redirects planen
  • Login, Formulare und Schnittstellen als Backend neu, nicht als Plugin-Kopie
  • Cutover erst, wenn Staging und Zertifikate stehen

Kostenlos starten. Keine Kreditkarte nötig.

Kein 1-Klick-Import Themes und Plugin-Datenbanken werden nicht magisch zu NestJS.
Staging zuerst Neue Seite und API laufen parallel, bis Redirects und Inhalte stimmen.
DNS zuletzt Die Domain bleibt auf WordPress, bis der Cutover geplant ist.

Pipeline für Kunden-App

test
build
publish
release
Jeder Stand geht durch Test und Release, bevor er öffentlich wird.

Kurz gesagt

Übertragen wird, was Content und Domain ist. Gebaut wird, was vorher Plugin war.

  • Mitnehmen: Texte, Medien, Canonicals, Redirect-Liste, TLS, Analytics-IDs.
  • Neu bauen: alles, was in WordPress ein Plugin oder Custom PHP war.
  • Nicht zuerst: Produktions-DNS. Erst Staging, dann ein geplanter Cutover.
  • WooCommerce und schwere Membership-Setups sind eigene Projekte, kein Beifang.

Umzug mit der Plattform oder per Hand auf einem neuen Hoster

Beides ist Arbeit. Der Unterschied liegt darin, ob nach dem Umzug wieder ein CMS ohne Pipeline steht.

Neues Projekt anlegen

Mit der Application Platform: Assistent erzeugt Repo, Pipeline, Homepage-Stack und Server-Grundsetup

WordPress auf neuem Hoster: WordPress neu installieren, Theme und Plugins wieder einspielen

Inhalte übernehmen

Mit der Application Platform: Export (XML/HTML), Übernahme in Hugo/Astro oder ins Backend, Redirects pflegen

WordPress auf neuem Hoster: Export/Import im CMS, Permalinks oft erhalten

Anwendungslogik

Mit der Application Platform: Als Backend und Tests im Repository

WordPress auf neuem Hoster: Dieselben Plugins, inklusive Update- und Kompatibilitätsrisiko

Geheimnisse und Zugänge

Mit der Application Platform: Credentials in der Plattform, Weitergabe an Umgebungen

WordPress auf neuem Hoster: wp-config und Hosting-Panel erneut setzen

Parallele Umgebung

Mit der Application Platform: Staging-Deployment auf dem eingerichteten Server

WordPress auf neuem Hoster: Zweite Instanz, oft per Hand und ohne gleiches Setup

Danach betreiben

Mit der Application Platform: Pipeline, Backups, Audit, optionale Apps im selben Projekt

WordPress auf neuem Hoster: Weiterhin Updates, Plugins, PHP-Version auf dem Hoster

WordPress auf einem neuen Hoster erhält den Editor. Die Plattform tauscht Editor gegen Repository, Pipeline und Serverzugriff.

Stand: 4. September 2026. Die Gegenüberstellung beschreibt typische Abläufe und kann je nach Projekt abweichen. Logos sind Marken der jeweiligen Rechteinhaber und dienen nur der Zuordnung.

Was nach dem Cutover nicht wieder aufgebaut werden muss

Der Umzug ist einmal Arbeit. Die Kette bleibt.

Pipeline statt FTP

Nach dem Umzug ist jeder weitere Stand ein Push, kein Plugin-Deploy.

Redirects im Repo

Alte Permalinks liegen als Konfiguration, nicht als vergessene Redirection-Plugin-Liste.

Server-Grundsetup

SSL, Proxy, Backups und Firewall sind Teil des Setups, nicht ein Hoster-Tarif-Häkchen.

Raum für die App

Wenn später iOS oder Android dazukommt, hängt das nicht an einem zweiten Dienst.

configurations/prod/versions.yaml
application:
  backend_configuration:
    image_tag: 0.26.8-98
  frontend_configurations:
    customer-frontend:
      image_tag: 0.15.6-80
    admin-app:
      image_tag: 0.12.1-42
  • Kunden-App
  • Admin-App
  • Backend
Was live ist, steht im Git-Verlauf – auch der Cutover.

Ablauf der Migration

Vier Schritte, DNS am Ende. Kein Zwischenschritt überspringen, nur weil die Domain schon gekauft ist.

  1. Inventar

    Seiten, Beiträge, Medien, Formulare, Nutzerrollen, Cronjobs, Plugins mit Daten, externe Skripte. Was Content ist und was Logik ist, aufschreiben.

  2. Projekt und Staging

    Projekt anlegen, Homepage-Stack wählen, Server verbinden. Inhalte in die neue Seite übernehmen, Redirect-Liste anlegen, Formulare gegen das Backend sprechen lassen.

  3. Abnahme

    Links, Login, Mails, Backups, mobile Ansicht. Parallel WordPress unverändert lassen.

  4. Cutover

    TTL senken, DNS auf den neuen Einstieg zeigen, alte URLs umleiten, WordPress erst abschalten, wenn die Redirects greifen. Danach Hosting kündigen.

Häufige Fragen

Gibt es einen automatischen WordPress-Importer?

Nein. Ein XML-Export hilft bei Texten. Themes, Page-Builder-Layouts und Plugin-Tabellen werden nicht 1:1 übernommen. Das verhindert, dass nach dem Umzug wieder ein CMS ohne Tests hängt.

Was passiert mit meinen Permalinks?

Die neuen Pfade können anders aussehen. Plane 301-Redirects von den WordPress-URLs, bevor DNS wechselt, sonst verlierst du Indexierung und geteilte Links.

Können Redakteure weiter im Block-Editor schreiben?

Nicht in WordPress. Texte liegen im Repository oder im Homepage-Editor der Plattform. Wer täglich Dutzende Artikel publiziert, sollte beim CMS bleiben oder ein Headless-Setup extra planen – das ist nicht dieser Use-Case.

Wie lange dauert so ein Umzug?

Eine Broschüre mit ein paar Seiten ist schnell. Sobald Mitgliedschaft, Shop oder individuelle Plugins dazukommen, ist es ein Projekt, kein Nachmittag. Die Plattform verkürzt das Setup, nicht die Fachlogik.

Bleibt die E-Mail-Zustellung erhalten?

WordPress-Mail-Plugins entfallen. Transactional Mail richtet die Plattform im Projekt ein. DNS für SPF/DKIM gehört in denselben Cutover wie die Website.

Mit Staging beginnen, nicht mit DNS

Lege das Projekt an, übernimm die Inhalte auf einer nicht-öffentlichen Umgebung und plane den Cutover erst, wenn die Redirects stehen.

Kostenlos starten. Keine Kreditkarte nötig.